Willkommen in meiner Imkerei!

Mit Leidenschaft, Respekt vor der Natur und einem tiefen Verständnis für das faszinierende Leben der Honigbienen widme ich mich der Imkerei. Jede meiner Bienenvölker wird mit Sorgfalt geführt – im Einklang mit den natürlichen Bedürfnissen der Bienen und mit dem Ziel, hochwertige, unverfälschte Produkte zu gewinnen.

In meinen Dadant-Beuten finden die Bienen optimale Bedingungen für ein gesundes, starkes Volk. Durch eine naturnahe Betriebsweise, viel Erfahrung und ein wachsames Auge entsteht Honig, der nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch die Vielfalt unserer Landschaft widerspiegelt.

Ich lade dich ein, die Welt der Bienen zu entdecken – von der Arbeit im Bienenstock über die Entstehung des Honigs bis hin zu den wertvollen Produkten, die uns die Bienen schenken. Schön, dass du hier bist.

Mein Beutensystem

Bei meinem Dadant-Beutensystem wird mit nur einem Brutraum gearbeitet, dessen Größe sich mithilfe eines Trennschieds flexibel anpassen lässt. Der große Vorteil eines einzigen, großzügigen Brutraums besteht darin, dass das Brutnest nicht unterbrochen wird und sich die Königin frei entfalten kann. Zusätzlich sind Brut- und Honigraum durch ein Absperrgitter voneinander getrennt. Dadurch gelangen keine Brutwaben in den Honigraum, und es werden ausschließlich reine Honigwaben geschleudert.

Naturnah imkern!

Möglichst naturnah imkern bedeutet für mich, die Eingriffe ins Bienenvolk auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Jede Öffnung des Bienenstocks verursacht Stress, daher setze ich vor allem auf sorgfältige Beobachtung des Fluglochs – dort lässt sich bereits sehr viel über den Zustand des Volkes erkennen.

Da ich in Holzbeuten imkere, sind für mich drei Punkte besonders wichtig:

  • Wabenhygiene durch das regelmäßige Einsetzen neuer Mittelwände

  • Vorbeugende Maßnahmen gegen gängige Bienenkrankheiten

  • Fütterung bei Bedarf, wenn natürliche Trachtquellen knapp werden

Sind diese drei Grundlagen erfüllt, bleibt das Volk vital, kann sich gut entwickeln, leistet wertvolle Bestäubungsarbeit und produziert sogar einen Honigüberschuss – den ich dann gerne annehme.

Ablegerbildung

Jungvölker natürlich heranziehen. Im Laufe eines Bienenjahres kann es aus ganz unterschiedlichen Gründen vorkommen, dass ein Volk seine Königin verliert. Für mich ist die gezielte, selektive Königinnenzucht keine Alternative zur natürlichen Jungvölkerbildung. Auch ein Austausch der Königin aus reinen „Leistungsgründen“ findet bei mir nicht statt.

Stattdessen setze ich bewusst auf die Ablegerbildung, um neue Völker – und damit auch neue Königinnen – auf natürliche Weise heranzuziehen. Diese Methode entspricht meinem imkerlichen Grundsatz, möglichst naturnah zu arbeiten und den Bienen ihre eigene Entwicklung zu überlassen.

Gleichzeitig ist die Ablegerbildung ein wichtiger Bestandteil meiner biomechanischen Varroabekämpfung: Durch das Entnehmen von Brutwaben wird der Varroadruck im Wirtschaftsvolk reduziert, während der Ableger sich in Ruhe entwickeln kann.

Bienenschwarm

Einen Bienenschwarm verhindern?

Das Schwärmen gehört zum natürlichen Vermehrungstrieb der Honigbienen. Die Hauptschwarmzeit liegt in den Monaten Mai und Juni, wenn die Königin täglich bis zu 2000 Eier legt. In dieser Phase wächst das Volk rasant, der Platz im Stock wird knapp – und die Bienen beginnen, sich auf das Schwärmen vorzubereiten.

Um den Schwarmtrieb zu reduzieren, gebe ich dem Volk rechtzeitig zusätzlichen Raum in Form von Honigräumen. Parallel dazu bilde ich in dieser Zeit neue Jungvölker, indem ich Brut- oder Honigwaben mit aufsitzenden Bienen entnehme. Gleichzeitig hänge ich neue Mittelwände ein, um den Bautrieb sinnvoll zu lenken.

Sollte es trotz dieser Maßnahmen nicht gelingen, den Schwarmtrieb zu bremsen, lasse ich der Natur ihren Lauf. Das Brechen von Weiselzellen kommt für mich nicht infrage – es widerspricht meinem Grundsatz des möglichst naturnahen Imkerns.

Bienenwachs

Das Baumaterial des Bienenvolkes

Bienen besitzen auf der Bauchseite spezielle Wachsdrüsen, mit denen sie winzige, flüssige Wachsplättchen „ausschwitzen“. Sobald diese mit der Luft in Kontakt kommen, erstarren sie. Die höchste Wachsproduktion leisten die sogenannten Baubienen – Arbeiterinnen im Alter von etwa 13 bis 18 Tagen.

Beim Wabenbau bilden die Bienen eine Bautraube, in der sie sich eng aneinanderketten und gemeinsam Wachs erzeugen. Die Wachsplättchen werden anschließend durch Kneten, Kauen und Formen zu den sechseckigen Zellen verarbeitet. In diesen Zellen legt die Königin ihre Eier ab, und die Bienen lagern dort Pollen und Honig ein.

Sowohl Brut- als auch Honigzellen werden abschließend mit einer dünnen Wachsschicht überzogen, die sie schützt und stabilisiert.

Blütenpollen

Blütenpollen – vom Sammelgut zum „Bienenbrot“

Die Sammelbienen transportieren Blütenpollen in speziellen Körbchen an ihren Hinterbeinen in den Bienenstock. Dort werden die Pollen mit Honig und Enzymen vermengt und anschließend in den Wabenzellen eingelagert. Durch einen mehrwöchigen Fermentationsprozess entsteht daraus das sogenannte Bienenbrot – das wichtigste Eiweiß- und Nährstoffreservoir für das gesamte Bienenvolk.

Propolis

Propolis – das natürliche Schutzharz der Bienen

Propolis, das sogenannte Kittharz der Bienen, wird von den Honigbienen als harzige Substanz an Knospen und teilweise auch an Baumverletzungen gesammelt. Im Stock verarbeiten die Bienen dieses Harz so weiter, dass es antibiotische, antivirale und antimykotische Eigenschaften erhält.

Da im Bienenstock bei rund 35 °C und hoher Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Krankheitserregern herrschen, spielt Propolis eine zentrale Rolle im Hygienesystem des Volkes. Die Bienen nutzen es, um kleine Öffnungen, Spalten und Ritzen abzudichten und gleichzeitig eingeschleppte Bakterien, Pilze und Mikroorganismen in ihrer Entwicklung zu hemmen oder abzutöten.

Bevor die Königin ein Ei legt, wird jede Zelle gründlich gereinigt und mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen. Auch Fremdkörper, die nicht aus dem Stock entfernt werden können, werden mit Propolis vollständig eingehüllt und damit unschädlich gemacht.

Propolis gilt daher als eines der natürlichsten und wirkungsvollsten „Antibiotika“ der Natur.

Gelée Royale

Gelée Royale – der königliche Futtersaft

Gelée Royale ist eine cremige, gelblich-weiße Substanz und ein echtes Wunder der Natur. Dieser besondere Futtersaft ist entscheidend dafür, dass sich aus einem gewöhnlichen Ei eine Königin entwickelt – ein Insekt, das täglich bis zu 2000 Eier legen kann und eine rund fünfzigmal höhere Lebenserwartung besitzt als eine Arbeiterbiene.

Produziert wird Gelée Royale in den Futtersaftdrüsen der Ammenbienen, die diesen hochkonzentrierten Nährstoffmix ausschließlich für die Königin herstellen. Die einzigartige Zusammensetzung des Gelée Royale erklärt die außergewöhnliche Zellregenerations- und Leistungsfähigkeit der Bienenkönigin.

Honig

Ein Naturprodukt mit vielen Facetten

Honig entsteht aus Nektar, Honigtau oder einer Mischung aus beiden. Die Bienen vermengen diese Ausgangsstoffe mit körpereigenen Enzymen, entziehen ihnen Wasser und lagern sie anschließend in den Waben ein. Je nach Pflanzenart und Reifegrad verändert sich dabei sowohl die Farbe als auch die Konsistenz des Honigs.

Zwei Hauptzuckerarten bestimmen, wie schnell Honig kristallisiert: Fruchtzucker (Fruktose) und Traubenzucker (Glukose).

  • Überwiegt der Traubenzucker, kristallisiert der Honig rasch und wird fest – er sollte dann vom Imker cremig gerührt werden.

  • Ist der Fruchtzuckeranteil höher, wie etwa beim Akazienhonig, bleibt der Honig oft viele Monate, manchmal bis zu einem Jahr, flüssig.

Nektarhonig entsteht aus dem süßen Drüsensaft der Blüten. Honigtauhonig dagegen stammt aus den zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blattläusen und anderen Pflanzenläusen, die die Bienen ebenfalls aufnehmen und zu Honig verarbeiten.

Sortenhonige entstehen durch die Blütenstetigkeit der Bienen: Während eines Sammelfluges besuchen sie ausschließlich Blüten derselben Pflanzenart. Befinden sich die Bienenvölker an einem Standort mit einem besonders hohen Angebot einer bestimmten Tracht – wie etwa einem großen Rapsfeld – entsteht ein sortenreiner Honig. Das gilt ebenso für andere Sorten wie Akazien-, Linden- oder Kastanienhonig.

Aktuell kein Honigverkauf – unsere Ernte ist vergeben

Unser Honig ist derzeit nicht im Verkauf, weil die gesamte Ernte bereits durch unsere Dauerkunden. Viele Menschen begleiten unsere Imkerei seit Jahren und sichern sich ihren Honig schon vor der Schleuderung – dadurch sind die verfügbaren Mengen oft schneller vergriffen, als wir neue Gläser abfüllen können. 

Wir arbeiten bewusst im Rhythmus der Natur und schleudern ausschließlich reine Honigwaben aus unseren Dadant-Beuten. Diese sorgfältige und naturnahe Betriebsweise sorgt für besondere Qualität, bedeutet aber auch, dass unser Honig nicht unbegrenzt verfügbar ist.

Wie wir einen Großteil unseren Honigs gewinnen

Für die Honigernte verwenden wir eine klassische Honigschleuder. Nachdem die Bienen ihre Waben vollständig verdeckelt haben, werden die Honigwaben behutsam entnommen und die dünne Wachsschicht – die sogenannte Verdeckelung – vorsichtig entfernt. Anschließend kommen die Waben in die Schleuder, wo der Honig durch die Drehbewegung aus den Zellen herausgeschleudert wird. Der frisch gewonnene Honig wird anschließend gesiebt, um größere Wachspartikel zu entfernen.

Weitere VERARBEITUNGSHINWEISE unserer HONIGE!

Presshonig – ursprünglichste Form der Honiggewinnung

Er entsteht durch das Auspressen ganzer Honigwaben – eine traditionelle Methode, die den Honig besonders naturbelassen lässt. Im Gegensatz zum Schleudern wird der Honig nicht durch Zentrifugalkraft gewonnen, sondern rein mechanisch aus den Waben gedrückt. Dadurch bleiben alle natürlichen Bestandteile vollständig erhalten. Beim Pressen gelangen feinste Bestandteile der Wabe wie Pollen und Propolis in den Honig, was ihn besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen macht. Gleichzeitig bleibt die gesamte Vielfalt der natürlichen Aromakomponenten erhalten, wodurch Presshonig ein intensiveres und authentischeres Geschmackserlebnis bietet. Seine kräftige, cremige Textur zeigt die unverfälschte Struktur naturbelassener Honige und spiegelt die schonende, seit Jahrhunderten genutzte Verarbeitung wider. Presshonig steht für maximale Natürlichkeit und einen besonders charaktervollen Geschmack – ideal für alle, die Honig in seiner ursprünglichsten Form schätzen.

Tropfhonig – die schonendste Form der Honiggewinnung

Tropfhonig ist Honig, der bei uns weder geschleudert noch gerührt wird. Die frisch entdeckelten Honigwaben werden in Ruhe abtropfen gelassen, sodass der Honig allein durch die Schwerkraft aus den geöffneten Zellen läuft. Dabei gibt auch der Entdeckelungswachs einen kleinen, natürlichen Anteil Honig ab, der den Tropfhonig noch aromenreicher macht. Durch diese vollkommen mechanikfreie Gewinnung bleiben Aromen, Enzyme, Pollen und feine Wachspartikel vollständig erhalten. Tropfhonig zeigt oft einen zarten, hellen Cremeschaum auf der Oberfläche – ein Zeichen für besonders schonende Verarbeitung und maximale Ursprünglichkeit.

Honigcremeschaum - Zeichen der Naturbelassenheit

Üblicherweise wird der Honig nach dem Schleudern gesiebt und danach abgeschäumt. Dazu lässt man ihn ein oder zwei Tage stehen. Die festen Bestandteile wie Pollen oder feine Wachspartikel setzen sich dann an der Oberfläche ab und werden abgeschöpft. Damit sollen Trübungen, die man fälschlicherweise für Verunreinigungen halten könnte, vermieden werden. Beim größten Teil unserer Honigernte verzichten wir auf das Abschäumen, damit alle wertvollen Geschmacks- und Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Das Sieben des Honigs reicht völlig aus. Durch den Verzicht auf das Abschäumen bildet sich auf der Oberfläche ein feiner, heller Honigcremeschaum. Er entsteht aus mikroskopisch kleinen Luftbläschen und natürlichen Bestandteilen des Honigs wie Pollen und feinen Wachspartikeln. Dieser Cremeschaum ist ein typisches Qualitätsmerkmal naturbelassenen Honigs und zeigt, dass der Honig besonders schonend verarbeitet wurde.

Bilder von meinem Bienenstand